Dienstag, 16. Dezember 2014

46. Schraubertag: Vergaser, Kleinkram, Tür Beifahrerseite

Hier nun etwas verspätet der Eintrag vom letzten Wochenende.
Wie schon beim Eintrag 45 erwähnt werden die Aufgaben knapp vor Weihnachten und somit haben wir erstmal ein bisschen Kleinkram erledigt.

Ich habe endlich den Benzinsensor angeschlossen, bei dem ich mir den Finger aufgeschnitten hatte.
Dann habe ich nach Recherche im Netz und durch ein Foto von Johannes herausgefunden, dass der Tempsensor wirklich nur mit einem "simplen" Stecker angeschlossen wird.
Ich verstehe zwar überhaupt nicht warum man dann so einen runden Anschluss da ranbaut und nicht einfach eine normalen Pin, wo man dann den Stecker raufstecken kann, aber egal.
Da der neue Stecker irgendwie vergilbt war und überhaupt nicht schön, habe ich ihn erstmal schwarz lackiert. Kabel abschneiden, chrimpen, Schrumpfschlauch drüber, den getrockneten Stecker drauf und fertig.
Da Pascal sich in der Zeit um den Vergaser gekümmert hat, habe ich nochmal schnell den Luftfilter poliert, damit er wieder glänzt und dann wieder einstauben kann :)

Das letzte Mal hatten wir ja das Problem, dass der Vergaser nicht wirklich wollte, also hat Pascal nach heimischer Recherche sich gleich an selbigen gemacht. Erstmal alles ab und die Schwimmer checken. Und siehe da: Einer hat geklemmt! Diesen hat Pascal wieder in Gang gebracht und dann alles wieder zusammen gebaut. Und was steht nach so einer Reperatur an? Genau: Testen! :)
Also Benzinkanister anschließen, alle Flüssigkeiten nochmal checken und dann ging es los.
Oder auch nicht... Irgendwie wollte er wieder nicht. Und wieder wurde der E-Choke verdammt warm. Also E-choke abgeklemmt und der Wagen läuft und das sogar butterweich bei knapp 1000 Umdrehungen (das kann man ja jetzt gut am Drehzahlmesser erkennen).

Also da ist noch was faul, aber erstmal war Mittag angesagt.

Nach dem Mittag habe ich mich um die Quater Windows gkümmert. Diese gibt es einzeln zu kaufen und im Set mit allen Schienen, Dichtungen und Zierleisten.
Da ich natürlich auf's Geld achten muss, habe ich versucht erstmal die Halterung abzubekommen, diese ist aber gepresst und auch viel WD40 und ein Durchschlag haben nichts gebracht.
Also werde ich diese wohl neu kaufen müssen oder nochmal richtig draufhauen und die Scheibe kaputt machen. Mal sehen....

Pascal hat sich wärenddessen an die Türschaniere gemacht, denn mit den Türen geht es weiter. Zuerst musste die Feder wieder an ihren Platz, was sehr ätzend war, aber mit vielen Kabelbindern, einem Hammer und etwas Fleiß sitzt wieder alles.
Dann alle Schrauben einmal in die Gewinde am Wagen schrauben, um das Gewinde von Farbe zu befreien.

Dann haben wir Besuch von Johannes bekommen, der mir ein Paar Reifen mitgebracht hat, die ich auf die alten Felgen aufziehen möchte. Zum einen habe ich dann endlich 4x15 Zoll, was bedeutet, dass die vordere Bremse mal gemacht werden kann und zum anderen hat man dann zwei identische Reifen, um das Line Lock zu testen ohne die schönen neuen Reifen zu killen :)

Johannes hatte Zeit mit gebracht und nach dem ersten nicht so erfolgreichen Motorstart wollten wir noch einmal testen wie der Motor ohne E-Choke läuft. Sollte er dann sofort anspringen und ohne Probleme laufen, liegt der Gedanke nahe, dass der Choke nie wirklich funktioniert hat und vielleicht original irgendwie deaktiviert war.
Bevor wir diesen Versuch unternommen haben, hat uns Johannes aber dazu gebracht, einfach mal den E- Choke abzubauen und mal nachzugucken (Recht hat er, denn er funktioniert ja so oder so nicht richtig).
Und siehe da: Er war so wie es aussah einfach ausgehängt.
Also hat Pascal ihn wieder eingehängt und plötzlich tat sich auch was an der Klappe, die er schließen sollte.
Also Motorstart und er lief, allerdings etwas fett und auch mit mehr Drehzahl als vorher.
So komplett zufrieden bin ich damit noch nicht. Das nächste Mal wird der Motor mit Auspuffanlage gestartet und dann muss er mal länger als 2 min laufen und dann sehen wir, ob der Choke irgendwann von alleine aufgeht oder nicht. Sollte er es nicht tun, bin ich dafür ihn einfach wieder abzubauen.
Der Wagen lief immer sehr gut und sprang super an auch bei kälterem Wetter, also wozu der Choke?! 

Dann ging es an die Beifahrertür.
Alle Kanten erstmal abkleben, viele Decken verteilt und dann ging es los.
Johannes und ich haben gehalten, Pascal geschraubt.
Ich möchte nicht sagen, dass es easy war, aber es hat gut funktioniert.
Es ist wichtig, dass die Scharniere erst an den Wagen montiert werden und anschließend an die Tür.
Man kann zwar ohne Probleme noch alle Schrauben an der Karosserie festschrauben, wenn die Tür schon hängt, nur ist es nahezu unmöglich die Schrauben in die Löcher zu fädeln, wenn das Scharnier an der Tür hängt.
Die Tür hängt und sitzt natürlich erstmal komplett falsch. Also Schrauben wieder lösen und nach oben schieben. 
Passt, aber jetzt muss sie noch weiter nach hinten. Schrauben wieder lösen, einmal schieben und halten und festschrauben. Kotflügel dabei an der einen oder anderen Stelle noch etwas verrutschen und dann hatten wir es soweit, dass die Tür vorne sauber schloss und auch die Kante oben sehr gut saß.
Leider sah es hinten noch nicht 100% gut aus, aber dafür war leider keine Zeit mehr.
Das nächste Mal, vielleicht schon mit neuer Dichtung, geht es dann daran die Tür zu 100% einzustellen.
Das ganze wird noch sehr zeitaufwändig, aber es ist alles machbar. Und wir werden uns systematisch vorarbeiten bis dann am Ende beide Türen und die Kotflügen sitzen.

Ich habe auch noch schnell die Kardanwelle an den Joke geschraubt
Sieht komisch aus, ist aber so :)


Das Bimetall sollte sich eigentlich erhitzen und somit das Gestänge wieder entlasten und dann sollte sich die Klappe im Vergaser wieder öffnen.
Man muss sich nur zu helfen wissen.





Nächstes Jahr geht es weiter mit dem Schrauben, dann ist das erste Ziel alle Teile der Karosserie an das Auto zu bekommen.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

45. Schraubertag: Bremsschalter, Innenraumbeleuchtung, Hutablage, Kick Panels

Dieser Blogeintrag umfasst eigentlich zwei Tage.
Denn Pascal war letzten Sonntag alleine in der Werkstatt. 
Da er sich an diesem Tag aber hauptsächlich um einen Ami von zwei Freunden gekümmert hat, die sich erst letztens einen gekauft haben, hat er am Camaro nur ein paar Kleinigkeiten getan.
Neben ein bisschen zeigen wie geil der Camaro ist, hat er am Sonntag schon mal die Türschalter für die Innenraumbeleuchtung eingebaut.
Am Montag waren wir dann beide am Start und haben eine von Pascal erarbeitete ToDo Liste abgearbeitet.
Denn langsam werden die Aufgaben knapp. Nicht, dass der Wagen schon fertig ist oder kurz davor wäre, aber ohne Moos nichts los. Ohne neue Teile ist gerade etwas Stillstand, aber mit viel Glück ändert sich das am 24. und ich bekomme ein paar schöne Sachen, die den Camaro noch weiter in Richtung "Fertig" bringt.

Ich habe mich mal daran gemacht die alten Schrauben zu sortieren. Mittlerweile waren es gut 25 Kästchen, die wir durch neue Schrauben ersetzt haben. Also Schachteln durchgucken und alles in eine bzw. drei große Kisten sortieren. Bei dieser Aufgabe ist mir auch endlich der Halter für die Kardanwelle in die Hände gefallen.
Diese habe ich dann gleich mit der Drahtbürste gereinigt und mit Brantho bepinselt.

Pascal hat sich in der Zeit um die Abdeckung der Kabel gekümmert und die Innenraumbeleuchtung mit einer Probe-Lampe getestet und auch die eingebauten Schalter funktionieren ohne Probleme.
Ein weiteres Problem, was wir haben ist, dass die Beleuchtung der Instrumente sehr dunkel ist, wesentlich dunkler als sie früher war. Also hat Pascal erstmal getestet, ob es doch ein Massefehler gibt, den es nicht gibt, und ob vielleicht der Dimmer keine 100% rausschickt, aber auch bei Dauer Plus ändert sich nichts an der Helligkeit. Wir werden wohl den Fehler gemacht haben, das Innere der Instrumente schwarz lackiert zu haben.
Da der Ausbau und das Umlackieren sehr ätzend ist, versuchen wir erstmal den einfachen Weg und tauschen die normalen Lampen aus und verbauen LED-Lampen, diese sollten um einiges heller sein. Natürlich muss da auch geguckt werden, ob die Lichtfarbe noch akzeptabel ist, soll ja original aussehen.
Nach dem Checken aller Kabel unter dem Armaturenbrett und dem Testen der Innenraumbeleuchtung hat Pascal endlich die Kickpanels angebaut und vorher natürlich die Handbremse mit Handbremsseil.

Ich habe mich noch um die Hutablage gekümmert, dort waren vom Vorbesitzer Lautsprecher eingebaut worden. Funktionstest bestanden, jetzt hat der Camaro 4 Lautsprecher.
Zusammen haben wir dann noch schnell den Line Lock verkabelt und angeschlossen. Der Schalter dazu wird am Ende in der Mittelkonsole versteckt.

Am Samstag werden wir uns den Vergaser vornehmen und je nachdem was noch an Material kommt schon weitere Dinge verbauen.

Die ToDo-Liste


Schön; wie alles am Kabelbaum

Neuer Single Terminal Tür-Schalter


Handbremsseil sitzt; Der Rest unter dem Auto kommt, wenn die Abgasanlage angebaut ist
Pascal hat nochmal das Radio auseinandergenommen, denn die Knöpfe haben extrem weit aus dem Gehäuse geguckt, ob das schon immer so war, kann ich gar nicht genau sagen.


Eigentlich bin ich ja der Sandstrahl-King, aber die Drahtbürste tut es auch manchmal


Die Lampen können erst angebaut werden, wenn die Sail Panel angebaut sind, aber sie leuchten schon mal





Hardy-Scheibe ist auch festgeschraubt

Donnerstag, 27. November 2014

44. Schraubertag: Heck, Tank, Heizungsregler, Tacho und Drehzahlmesser

Nur einen Tag Pause hat den Vorteil, dass man nicht immer erst ne Stunde braucht, um wieder im Thema zu sein, sondern man weiß sofort, wo man aufgehört hat; was das Problem war und wo es weiter geht.
Ich hatte das letzte Mal ja mit dem Heck angefangen, also habe ich dort gleich weiter gemacht.
Vor der weiteren Verkabelung hat Pascal sich noch kurz in den Kofferraum gelegt, so weiß ich, dass ich die nächste Leiche auf jeden Fall mit dem Camaro weg bekomme :)
Der eigentliche Grund war aber; dass er die Kabel ordentlich mit Kabelbinder verbaut hat. Sieht sehr gut aus und die Kabel sind quasi unsichtbar.
Nach der Aktion habe ich fleißig weiter gemacht, Nummernschildbeleuchtung verkabelt, Stoßstange komplett festgeschraubt, Beifahrer-Rücklichter verkabelt und auch das Back Up Light auf der Beifahrerseite.
Fehlt nur noch das Kabel für die Tankanzeige, diese kann aber erst angebaut werden, wenn der Tank sitzt...

Pascal hat nach Recherche rausgefunden, dass die Anschlüsse am Drehzahlmesser alle belegt sein müssen und er wirklich Masse, Plus und Signal braucht. Bei den neueren Drehzahlmessern genügt eigentlich Masse und Signal.
Also musste nochmal ein extra Plus-Kabel gelegt werden. Wir haben uns für das Ignitionplus vom Radio entschieden. Als das alles gemacht war, hat Pascal alles vorbereitet für einen Motorstart um den Drehzahlmesser zu testen.
Das letzte Mal hatten wir ja das Problem, dass der Vergaser etwas getropft  hat und vollgelaufen ist. Dieses Mal ging der Sprit zwar bis zum Filter, aber leider nicht in den Vergaser. Naja also ist das auf jeden Fall eine Baustelle für später. Aber mit Hilfe von etwas Bremsenreiniger haben wir es geschafft den Wagen lang genug zum Laufen zu bringen, um zu sehen, dass der Drehzahlmesser funktioniert :)

Dann musste nur noch die Anzeige eingebaut werden. Durch das Anmodelieren der linken Seite mussten neue Löcher gebohrt werden und etwas Material abgetragen werden.
Das war aber alles halb so wild.

Pascal hat sich dann weiter an den Heizungsregler gemacht, um heute das komplette Armaturenbrett fertig zu bekommen. Der neue Schieber ist frisch aus den Staaten gekommen und konnte leicht eingebaut werden. Dann noch die Bautenzüge ran und einbauen.
Wenn da nicht noch die Sache mit dem Stecker gewesen wäre.
Also doch zuerst das Handschuhfach raus, den Wiederstand ausbauen und neu nachbauen.
Alles wieder zurück und dann konnte auch der Heizungsregler an seinen Platz.
Anschließend das Radio wieder rein, den Aschenbecher und die Frontblende.
Fertig ist das Armaturenbrett und die komplette Verkabelung.

Ich habe mich in der Zeit um den Tank gekümmert. Erstmal den Staub ab, dann den Tankgeber rein, die Gummipads drauf und unter dem Auto schon mal die Tankbänder reingehangen.
Zusammen mit Pascal haben wir dann den Tank in die Bänder gehangen und unter den Wagen gebaut.
Leider waren die Gummipads für die Tankbänder ca. 2 mm zu dünn, deswegen war es eine ätzende Arbeit diese schön anzubauen. Immer ein wenig fest schrauben und dann das Gummi über die Bänder legen.

Bei meiner letzten Aktion für den Tag, das Anschließen der Tankanzeige habe ich mir den halben Finger abgetrennt. Naja ich habe mich nur ein wenig geschnitten, aber das klingt so mädchenmäßig, also bleibe ich beim halben Finger :)

Wir sind noch weit entfernt davon zu sagen, dass die Restauration dem Ende zu geht, ABER es ist ein tolles Gefühl Dinge einzubauen und einfach abzuschließen. Wenn nichts Unvorhergesehendes passiert, müssen wir nicht mehr an die Front, das Heck und das Armaturenbrett.




Haubenschloss sitzt auch wieder


und auch der Tankeinfüllstutzen



Schön unauffällig, wie das Kabel da liegt


Der Camaro hat nicht nur die schönste Front, sondern auch das schönste Heck :)
Für den Fall, dass man irgendwann noch mal Dauerplus oder Radio Plus braucht, hat Pascal die Kabel so gebaut, dass man schnell noch eins dazuschließen kann




So muss das: Tacho und Drehzahlmesser
Der gebrochene Halter und der Widerstand für die Heizung

Pappe ist auch nicht das beste Material für eine Halterung, aber Metall fällt natürlich aus

Neu gebaut aus einem alten Stück Gummi


Der neu eingebaute De- Ice Hebel

Und eingebaut, aber da fehlt noch was

Genau so muss das aussehen

Bis auf ein bisschen Hirnschmalz und die ein oder andere helfende Hand ist das komplett Pascals Werk!


Der Kontrast mit den grauen Tankbändern gefällt mir sehr gut.